Auslagerung der Fertigung medizinischer Elektronik

Das Outsourcing im Bereich der medizinischen Elektronikfertigung ist für viele Unternehmen zu einer strategischen Überlegung geworden. Dabei wird die Produktion medizinischer Geräte an externe Partner vergeben.

Die Entscheidung für Outsourcing kann von vielen Faktoren beeinflusst werden, darunter Kostenaspekte, der Wunsch, sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren, der Zugang zu spezialisierten Fertigungskompetenzen sowie der Bedarf an einem flexiblen und skalierbaren Produktionsmodell. Outsourcing bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Abläufe zu optimieren, die Effizienz zu steigern und sich im komplexen Umfeld der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zurechtzufinden, was letztlich zur Entwicklung und Bereitstellung innovativer medizinischer Technologien beitragen kann.

Betrachten wir einige Faktoren, die den Entscheidungsprozess für die Auslagerung der Herstellung von Medizinprodukten beeinflussen:

Fertigungskapazitäten

Um den richtigen Partner zu finden, muss unbedingt geklärt werden, ob bestimmte Komponenten oder Materialien, wie beispielsweise eine Leiterplatte (PCB), ausgelagert werden sollen oder ob umfassendere Elektronikfertigungsdienstleistungen (EMS) gewünscht sind. Ein Auftragsfertiger wie Vexos kann beides leisten und bietet sowohl maßgeschneiderte Materiallösungen (CMS) als auch umfassendere Dienstleistungen an, darunter Entwicklung, Montage, Prüfung, Gehäusemontage und die Lieferung eines vollständig fertigen Produkts mit Endverpackung – bereit für die Übergabe an den Kunden.

Qualitätsstandards und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften

Die Qualitätssystemvorschriften (QSR) der FDA dienen als nationaler Maßstab für die Qualitätsmanagementsysteme von Medizintechnikunternehmen. Die Standorte von Vexos sind nach ISO 13485 zertifiziert und verfügen über FDA-konforme Qualitäts- und Regulierungsmanagementstrukturen für Prozesse wie Produktrückrufe, Rückverfolgbarkeit, Aufbewahrung von Unterlagen und Risikomanagement, die den von medizinischen OEMs festgelegten Standards entsprechen.

Transparenz in der globalen Lieferkette

Die Bedeutung der Transparenz in der globalen Lieferkette hat zugenommen, da sich die Fertigungsprozesse auf Standorte im Ausland ausgeweitet haben. Die Verwaltung von Produkten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg ist entscheidend für den Erfolg unserer Kunden. Durch den Einsatz eigener Analysetools kann Vexos Unterstützung von der Produktentwicklung bis hin zu den Anforderungen im Außendienst bieten und den Lebenszyklus kritischer Komponenten der Stückliste verwalten.

Verkürzung der Markteinführungszeit

Da sich die Lebenszyklen medizinischer Produkte verkürzen, hat die Markteinführungszeit einen erheblichen Einfluss auf das Geschäftsergebnis. Medizinische Auftragsfertiger wie Vexos ermöglichen es medizinischen OEMs, Produkte zügig auf den Markt zu bringen, die Nachfrage effektiv zu steuern und schnell zu skalieren, um den Marktanforderungen gerecht zu werden. Mit Produktionsstätten an sechs Standorten weltweit bietet Vexos OEMs eine schnelle Produkteinführung und verschafft ihnen damit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Steigerung von Effizienz und Flexibilität

Medizinische OEMs profitieren durch Auftragsfertiger von Effizienz, Reaktionsfähigkeit, fortschrittlicher Fertigungstechnologie und erhöhten Kapazitäten. Durch Outsourcing können sich medizinische OEMs auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, ihre Marktflexibilität steigern und von fixen auf variable Kosten umstellen. Auftragsfertiger wie Vexos bieten zusätzliche Mehrwertdienste wie Design for Manufacturability (DFM), Design for Testing (DFT), Design for Assembly (DFA), Design for Excellence (DFX), Prototypenbau und New Product Introduction (NPI).

Lokale Fertigung für globale Märkte

Die Nachfrage nach großen medizinischen Systemen in Schwellenländern treibt den Bedarf an lokaler Fertigung voran. Die Herstellung medizinischer Geräte in demselben Markt, in dem sie verkauft werden, ist angesichts des Gewichts und der Versandkosten wirtschaftlich sinnvoll. Auftragsfertiger mit Standorten in Niedrigkostenregionen wie Mexiko und China bieten einen Vorteil, da medizinische OEMs von einer günstigen Steuer- und Zollstruktur profitieren, wenn die Geräte sowohl im Zielmarkt hergestellt als auch dort bezogen werden. Mit sechs Produktionsstätten an strategisch günstigen Standorten – Ohio, LaGrange (USA); Vancouver, Washington (USA); Toronto, Ontario (Kanada); Juarez (Mexiko); Dongguan (China); Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam) – bietet Vexos seinen Kunden einen einzigartigen Wettbewerbsvorteil.

Neue Chancen und Herausforderungen in der medizinischen Fertigungsindustrie

In der medizinischen Fertigungsbranche ist ein sprunghafter Anstieg der Nachfrage nach bestimmten Arten von medizinischen Geräten zu verzeichnen, der auf die steigende Prävalenz einiger chronischer Erkrankungen und einen relativen Anstieg der DALY (disability-adjusted life years) zurückzuführen ist. Die Nachfrage nach einer breiten Palette von Geräten nimmt zu, insbesondere nach solchen, die für die IoT-basierte Fernüberwachung sowie für die häusliche Gesundheitsversorgung eingesetzt werden. Auch Geräte, die in verschiedenen medizinischen Bereichen zur Diagnose, Überwachung, Behandlung und Verwaltung der Patientenversorgung eingesetzt werden, wie Pulsoximeter, Hörgeräte, Beatmungsgeräte, Röntgengeräte, EKG-, MRT- und CT-Scanner, verzeichnen eine steigende Nachfrage. Dank der Flexibilität und Effizienz eines Auftragsfertigers können OEMs neue Produkte leichter auf den Markt bringen, um auf die sich ständig ändernden Anforderungen an medizinische Geräte zu reagieren.